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  • Ist das Kunst, oder kann das weg? Das fragt sich derzeit die Chemnitzer Polizei. Sie hat 15 Gemälde sichergestellt, die in der Innenstadt gefunden wurden.

Kunst oder Krempel? Seltsamer Fund hinterm Nischel

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Bunte Frauenporträts, merkwürdige Gesichter, nackte Körper und eine kleine pittoreske Landschaft im goldenen Rahmen. 15 Gemälde, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Aber gehören sie in eine Galerie oder auf den Sperrmüll? Genau das fragt sich derzeit die Chemnitzer Polizei.

Rätselhafter Fund am Marx-Kopf

Die ungewöhnliche Sammlung tauchte am Montagvormittag (19. Oktober) mitten in der Innenstadt auf. Unbekannte hatten die Bilder vor der sogenannten Parteisäge an der Brückenstraße abgestellt. Direkt hinter dem Karl-Marx-Monument.

Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes entdeckten die Werke. Doch wem gehörten sie? Weit und breit war niemand zu sehen, der Anspruch darauf erhob. Also riefen die Wachleute die Polizei. Die Beamten nahmen alle 15 Gemälde mit ins Revier Chemnitz-Nordost.

Zwölf Bilder durchgestrichen

Besonders merkwürdig ist ein Detail. Zwölf der Kunstwerke sind durchgestrichen. Was steckt dahinter? Hat sich ein Maler über seine eigenen Arbeiten geärgert? Oder wollte jemand die Sammlung einfach loswerden?

Die Ermittler haben darauf bislang keine Antwort. Sie stellten die Fundstücke sicher, um das Eigentum zu schützen. Außerdem schließen sie nicht aus, dass die Bilder mit einer Straftat zusammenhängen.

Polizei sucht den Eigentümer

Jetzt hoffen die Beamten auf Hinweise. Wer die Gemälde erkennt oder weiß, wem sie gehören, kann sich im Polizeirevier an der Hartmannstraße 24 oder unter 0371 387-102 melden. Bis dahin bleibt das Rätsel hinterm Nischel ungelöst. Und die Frage, ob dort Kunst oder Krempel abgestellt wurde, erst recht.