- Replikat des Medaillons von Gellert auf Grabplatte im Leipziger Grassimuseum (Symbolbild).
Leipziger Maler mit Gellert-Preis ausgezeichnet
Der Leipziger Maler Michael Triegel (57) hat am Freitagabend den diesjährigen 28. Gellert-Preis erhalten. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert. Übergeben wurde sie vor
mehr als 100 Gästen im Bad Dübener Heide-Spa von Landrat Kai Emanuel und Vorstandschef Dr. Harald Langenfeld. Die Laudatio hielt Dr. Jeannette Stoschek vom Museum der bildenden Künste Leipzig.
Die Fachjury würdigte damit seine Verbindung von klassischer Malkunst mit aktuellen Fragen. Es gelinge Triegel „in einzigartiger Weise, technisch virtuose Malerei im Stil der Alten Meister mit hochaktuellen, existenziellen Fragen zu verbinden.“ Mit Gesichtern von Menschen der Gegenwart transformiere er jahrhundertealte Themen ins Hier und Jetzt.
Bekannt wurde der Leipziger Maler unter anderem durch sein Porträt von Papst Benedikt XVI. und bedeutende sakrale Werke wie die neue Mitteltafel für den Marienaltar im Naumburger Dom. Der gebürtige Erfurter ist auch Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig.
Der Gellert-Preis gehört zu den bedeutendsten Kunstauszeichnungen in Mitteldeutschland. Er ist nach dem Dichter und Philosoph Christian Fürchtegott Gellert. Sein berühmtester Schüler war Johann Wolfgang von Goethe.
