- Das neue Technikum soll im dritten Quartal nächsten Jahres fertig werden, beim HTZ ist kein Ende in Sicht.
Millionen-Projekte im Zentrum ziehen sich in die Länge
Drei große Baustellen hat der Freistaat am Ring in Zwickau. Das Amtsgericht liegt, wie gemeldet, im Zeitplan. Doch das neue Technikum und das Hochtechnologiezentrum (HTZ) der Westsächsischen Hochschule – sie dauern und dauern. Beide sollten dieses Jahr fertig werden. Das Technikum soll nun im dritten Quartal kommenden Jahres übergeben werden. Wann es beim HTZ so weit ist, kann keiner sagen.
Am Ring, Kreuzung Schneeberger Straße, hat sich in diesem Jahr scheinbar nichts getan oder nicht viel. Fakt ist, dass endlich Fenster eingebaut werden konnten (die dritte Sorte, nachdem zweimal umgeplant werden musste). Das nennt Heike Krenkel, die Niederlassungsleiterin vom SIB, als Baufortschritt in diesem Jahr. Außerdem sei der Innenausbau schon so weit, dass die technischen Anlagen installiert sind, und auch mit der angekündigten Fassadengestaltung sei begonnen worden – nur eben auf der Südost-Seite.
Aber das 27 Meter hohe Gebäude ist nach wie vor eingerüstet, das Projekt noch lange nicht abgehakt. Firmen bekommen aufgrund der Engpässe das Material nicht pünktlich geliefert oder brauchen wegen des Fachkräftemangels für ihre Aufträge mehr Zeit. Darin liegen die (bekannten) Ursachen, sagt Heike Krenkel, „wir konnten Leistungen nicht so abrufen, wie es vereinbart war.“
Noch größer ist das Dilemma beim HTZ. Das Bauwerk steht äußerlich kurz vor der Einweihung und verspricht, für die Innenstadt ein Schmuckstück zu werden. Doch das trügt. Die Firma, die eine spezielle Gasanlage installieren sollte, hat gekündigt. „Dieses anlagentechnische Gewerk ist ein maßgebliches Gewerk in diesem Gebäude, einem Hochtechnologiezentrum“, erklärt Heike Krenkel, „wir müssen neu ausschreiben und können noch nicht sagen, wann wir mit dem Gewerk wieder starten können, und alle nachfolgenden Gewerke sind davon abhängig, wie es hier vorangeht.“
