- Die Oberlausitz ist ein beliebtes Reiseziel für Camper. Mit 385.000 Übernachtungen stieg die Zahl um über vier Prozent. Viele zog es im vergangenen Jahr an den Bärwalder See. Rund 60.000 Übernachtungen wurden gebucht. Das sind 5,4 Prozent mehr als 2024.
Reiseregion Oberlausitz braucht neue Impulse -warum nicht die Bundesgartenschau
Von der Urlaubsregion Oberlausitz müssen neue Impulse ausgehen. Nur schöne Städte und Landschaften reichten nicht aus. Es müssten neue Anlässe geschaffen werden, damit mehr Gäste kommen, fordert der Vorsitzende des Tourismusverbandes Oberlausitz, Udo Witschas. Das könnte die Bundesgartenschau sein. Die Region müsse sich aber einig sein, der Anstoß für eine Bewerbung von der Basis, also den Städten und Gemeinden kommen.
Die Oberlausitz als beliebtes Reiseziel für Radbegeisterte und Kulturinteressierte weiter zu profilieren, das ist ein Schwerpunkt für die Touristiker in diesem Jahr. Dazu gehört der Ausbau der Infrastruktur entlang der Radwege. „Wichtig ist das Drumherum“, so der Geschäftsführer der Marketinggesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien, Olaf Franke. Er meint damit Serviceangebote wie Gastronomie, Unterkünfte, Reparaturstationen oder auch einen Shuttle für erschöpfte Radfahrer. „Manchmal ist es gar nicht so viel, die Qualität zu verbessern, etwa ein fehlendes Hinweisschild aufzustellen oder einen übervollen Papierkorb zu leeren.“
Im vergangenen Jahr wurden gut zwei Millionen Übernachtungen in Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen in der Oberlausitz gebucht. Das sind rund 15.000 weniger als 2024. Um knapp drei Prozent sank die Zahl der Gästeankünfte. Die Oberlausitz steht damit auf Platz vier der Urlaubsgebiete in Sachsen – nach Dresden, Leipzig und dem Erzgebirge.
Neben Städtetouristen zog es vor allem Campingurlauber in die Region. Mit 385.000 Übernachtungen stieg die Zahl um über vier Prozent. Magnet ist das Wasser, also die Seen. So wurden am Bärwalder See rund 60.000 Übernachtungen gebucht. Das sind 5,4 Prozent mehr als 2024.
Im Städtetourismus bleibt Görlitz Spitzenreiter in der Region – mit rund sechs Prozent mehr Übernachtungen. 3,3 Prozent weniger sind es in Bautzen und 5,4 Prozent weniger in Zittau. Dagegen konnte Herrnhut mit über 14.000 Übernachtungen um fast zwölf Prozent zulegen. Im Juli 2024 wurde der Stadt der Weltkulturerbe-Titel verliehen.
