Rettungsinitiative für „Blaues Wunder“ der Lausitz
Das „Blaue Wunder“ der Lausitz rostet nicht länger seinem Ende entgegen. Der 4.000 Tonnen schwere Schaufelradbagger auf der Kippe Hörlitz wird vorerst nicht verschrottet. Darauf haben sich die Eigentümerkommunen Senftenberg, Großräschen und Schipkau gemeinsam mit den Denkmalbehörden geeinigt.
Ein neues Gutachten aus Berlin belegt, dass sich der stählerne Koloss mit verhältnismäßig einfachen Mitteln sichern lässt. In einem ersten Schritt sollen nun lose, absturzgefährdete Bauteile fixiert und eine sichere Zufahrt abseits des Sperrgebiets geprüft werden. Langfristig wollen die Verantwortlichen das traditionsreiche Bergbaurelikt aus den 1960er Jahren als Attraktion in das touristische Konzept des Lausitzer Seenlands einbinden. Schipkaus Bürgermeister Thomas Nützsche machte die Rettung des Denkmals zur Chefsache und will alle Beteiligten an einem Tisch halten.
Bis die Arbeiten greifen, warnt die Gemeinde jedoch eindringlich davor, den Bauzaun zu überwinden, da herabfallende Teile lebensgefährlich sind.
