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Sachsen pocht auf Ausbau der A4 Dresden-Görlitz

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Sachsen will die Absage des Bundes an den Ausbau der Autobahn 4 von Dresden nach Görlitz nicht hinnehmen. Verkehrsminister Martin Dulig forderte heute  seinen Bundeskollegen Volker Wissing  auf, die schriftliche Begründung zu der Entscheidung endlich nach Dresden zu übermitteln.  Der SPD-Politiker  ordnete die Bedeutung der Strecke in den europäischen Kontext ein. Über die A4 rollt der Verkehr in Richtung Polen und Ukraine, Lkw-Kolonnen bewegen sich hier wie an einer Perlenschnur aufgefädelt in Richtung Osten.  Es gehe mit einem Ausbau der A4 darum, „Verkehrsströme innerhalb Europas abzusichern“.

Der Bund hatte schon im Oktober vergangenen Jahres der sächsischen Staatsregierung mitgeteilt, dass die A4 zwischen Dresden und Görlitz nicht ausgebaut wird. In den vergangenen Wochen gab es dazu aus Dresden aber keine Reaktion.

 Die Kritik an der Absage des Bundes zum sechsspurigen Ausbau der A4 hält unterdessen an.  Der Präsident der Industrie- und Handelskammer Dresden, Andreas Sperl, nannte die Ankündigung „überaus bedenklich“. Selbst wenn die aktuellen Verkehrszählungen unter den Grenzwerten für den Zubau weiterer Fahrstreifen lägen, müsse doch allen Beteiligten in Sachsen und beim Bund von Beginn klar gewesen sein, dass es um die Zukunft einer wirtschaftlich prosperierenden Region gehe.

 Der Görlitzer Landrat Stephan Meyer forderte die Landesregierung auf, Druck beim Bund zu machen. Da müsse das Verkehrsministerium aktiver werden, sagte der CDU-Politiker unserem Sender.   Die A4 sei eine europäische Trasse mit hohem Verkehrsaufkommen aus Polen und Südeuropa. (dpa und kmk)