Schwierige Ermittlungen zum Kirchenbrand in Großröhrsdorf
Mit Kettensägen und Werkzeugen ist die Feuerwehr nach dem Großbrand in der evangelischen Stadtkirche in Großröhrsdorf weiter im Einsatz. „Sie arbeiten sich durch die Trümmer, um die letzten Glutnester zu löschen“, sagte ein Polizeisprecher. Das Gebäude gilt nach dem Brand als akut einsturzgefährdet. Die Einsatzkräfte müssten daher mit größter Vorsicht arbeiten.
Vor allem der Glockenturm zeigt Risse, zudem hängt in dem teilweise zerstörten Turm noch die schwere Glocke. Immer wieder fallen Teile der Kirche auf die Straße. Das Areal wurde weiträumig abgesperrt. Zunächst galt der Brand als gelöscht. Gegen Mitternacht hatte es jedoch in dem zum Großteil zerstörten Gotteshaus erneut gequalmt und geraucht, so dass die Feuerwehr zum Löschen anrücken musste. Eine Brandwache der Polizei hatte die Lage an der Kirche die gesamte Nacht über im Blick.
Das Feuer in der barocken Kirche war in der Nacht zum Freitag ausgebrochen und hatte den Dachstuhl, das Kirchenschiff und Teile des Glockenturms zerstört. Verletzte gab es nicht. Die Ermittlungen mit Befragung von Zeugen laufen. Anwohner hatten von einem Knall und auch von einer Detonation berichtet. Allerdings konnten die Experten der Spurensicherung bisher aus Sicherheitsgründen das Gebäude nicht betreten. Ursache und Höhe des Sachschadens seien daher bisher nach wie vor unklar.
Am Sonntagabend veranstaltet die Kirchgemeinde für die zerstörte Kirche eine Abendmusik mit Posaunenchören der Umgebung auf der Pfarrwiese, auch über die Homepage wird zum Spenden aufgerufen.(dpa/red)
