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  • Die Natursteingewölbebrücke über den Planitzbach stammt aus dem 19. Jahrhundert und gilt als Kulturdenkmal.

Seit Jahrzehnten gesperrt – das zweite Leben einer Brücke am Kreuzberg ist in Sicht

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Viele Planitzer oder Stenner haben sie vermutlich schon aufgegeben: die alte Natursteinbrücke  über den Planitzbach. Sie ist aufgrund ihres Zustandes seit Mitte der 80er Jahre für Fahrzeuge gesperrt, seit Mitte der 90er für Radfahrer und Fußgänger. Doch die Rettung steht vor der Tür. Der Bauausschuss hat diese Woche den Auftrag für die Instandsetzung vergeben.

Das Tiefbauamt hat das Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert schon lange im Blick. Ein neuer Impuls kam mit dem Bürgerhaushalt 2021/22. Der Vorschlag 11b lautete: Sanierung der Brücke im Naturschutzgebiet am Kreuzberg. Kostenpunkt 20.000 Euro. Es zeigte sich, dass Reparaturen nicht ausreichen, um das Bauwerk zu erhalten. Das Tiefbauamt entwickelte das Vorhaben zusammen mit dem Amt für Denkmalschutz weiter. Jetzt wird die Brücke für geplante 440.000 Euro richtig in Schuss gebracht. Die zuwendungsfähigen Kosten werden zu 90 Prozent gefördert.

Vorgesehen ist, das Fundament zu stabilisieren und Schäden im Mauerwerk zu beseitigen, Lücken zu schließen. Weiter soll eine neue Stahlbetondecke für die Entlastung der alten Brücke sorgen. Für den Weg wird eine ungebundene Deckschicht aufgetragen.

Für Spaziergänger, Wanderer, Jogger und Radfahrer sind damit bessere Zeiten in Sicht. Sie können in absehbarer Zeit am Fuße des Kreuzberges den Planitzer Bach bequem überqueren und haben somit die alte Verbindung zwischen Planitz und Stenn wieder. Die frühere Eisensteinstraße – westlich vom Bach – diente früher dem Transport von Erzen. Übrig geblieben ist ein Feldweg.