- Es kann losgehen. Ronny Kleinert, Geschäftsführer der Stadtwerke Senftenberg, hält einen Spaten in den Händen. Heute hat er den Förderscheck für die Umstellung der Fernwärmeversorgung erhalten. Darüber freut sich auch Bürgermeister Andreas Pfeiffer.
Senftenberg verlegt ein über zehn Kilometer langes Rohr nach Freienhufen
Senftenberg investiert Millionen für eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung. Dafür soll die Abwärme aus einer Müllverbrennungsanlage genutzt werden. Staatskanzleichefin Schneider überreichte heute einen Förderscheck von rund 37 Millionen Euro an Stadtwerke-Chef Ronny Kleinert.
Wärmeübertragungsstationen und Wärmespeicher sollen errichtet und eine über zehn Kilometer lange Fernwärmeleitung von der Müllverbrennungsanlage in Freienhufen gelegt werden. Mit dem Bau soll in einem Jahr begonnen werden. Die Fertigstellung ist 2029 geplant. Der CO2-Ausstoß in Senftenberg soll sich dann um rund 15.000 Tonnen pro Jahr verringern. Die Gesamtkosten für die Umstellung werden mit mehr als 43 Millionen Euro beziffert. Bislang wird die Fernwärme für die Stadt überwiegend aus Erdgas erzeugt.
Bereits 8.000 Haushalte in Senftenberg beziehen Fernwärme. Das Eigenheimprojekt „Buchwalder Dreieck“ soll ebenfalls mit Fernwärme versorgt werden. Inwieweit die angebotene Fernwärme kostengünstig für die Verbraucher ist, kann jetzt noch nicht genau gesagt werden. Kleinert kann aber schon jetzt eine Einsparung bei den CO₂-Abgaben von knapp zwei Millionen Euro verweisen, die, wie er verspricht, den Wärmekunden zugute kommen sollen.
