- Carsten Henkel, Bereichsleiter Stadtentwicklung und Bau der Stadt Senftenberg.
Senftenberg: Wie weiter mit der Erlebnisbad-Sanierung?
Die Sanierung des Erlebnisbads in Senftenberg mutiert zur unendlichen Geschichte. Das aus den 1970er-Jahren stammende Hallenbad wurde 1996 saniert und sollte nun mit circa 11 Millionen Euro, technisch, ökologisch und auch nutzerfreundlicher saniert werden. Dazu wurde Ende Oktober vergangenen Jahres der Grundstein gelegt, damit man Ende 2024 wieder in den drei Beckenbereichen dem Badespaß frönen kann. Doch Anfang des Jahres kam alles anders: Die Gutachter der Firma Inros Lackner stellten grundlegende Mängel am 25-Meter-Schwimmbecken fest. Undichtigkeiten, korrodierte Stützpfeiler, alles Mängel, die bei der Ursprungsplanung übersehen wurde.
Jetzt steht die Frage im Raum: abreißen und schließen, Neubau oder Sanierung. Die Verwaltung der Stadt Senftenberg favorisiert die Sanierung und hat gemeinsam mit der Bauplanung Bautzen einen Sanierungsplan für 7,2 Millionen Euro erarbeitet: „Das sind immerhin nur 70 Prozent der Neubaukosten“, stellt Carsten Henkel, Bereichsleiter Stadtentwicklung und Bau der Stadt Senftenberg klar. Eine entsprechende Beschlussvorlage für die Stadtverordnetenversammlung (SVV), die am 12. Juli zusammenkommt, wurde erarbeitet. Würde einer Sanierung zugestimmt, so erhöhen sich die Baukosten auf 18,2 Millionen Euro. Wobei bei einer Sanierung die bereits geflossenen Fördermittel des Bundes von 2,87 Millionen Euro nicht zurückgezahlt werden müssen. Wie es sich bei einem Neubau des Beckenbereiches verhält, sei unklar, so Stadtentwickler Henkel.
Sollte die SVV Senftenberg einer Sanierung zustimmen, ist mit Badespaß vor 2026 im Senftenberger Erlebnisbad nicht zu rechnen.
