- Das Ziel: 2028 soll das Römische Bad wieder öffnen
- Sandsteinelemente der Kolonnaden des Römischen Bades werden aufbereitet
- Steinmetz und Bildhauer Thomas Schmid arbeitet Balustradenteile auf
- Vom tollen Elbblick hat dieser Steinmetz beim Arbeiten wenig
- Projektleiterin Mary Knopf und Baubürgermeister Stephan Kühn zeigen die Pläne zum Bad
So geht's voran am Römischen Bad
Die Abendsegler, eine seltene Fledermausart, hatten diesen Winter erstmals wieder trockene Füße im Winterquartier Römisches Bad - das Dach wurde saniert. Bis die Dresdner wieder ihre Füße im Wasserbecken kühlen können, dauert es allerdings noch zwei Jahre.
Nach über zehn Jahren Pause geht die Sanierung des Römischen Bades unterhalb von Schloss Albrechtsberg planmäßig voran: In der aktuellen Bausaison, die aufgrund des Fledermaus-Schutzes nur von Mitte April bis Mitte August geht, wird vor allem an den Kolonnaden sowie am westlichen Portikus und an der Treppenanlage gearbeitet. Bisher wurde die Abdichtung der oberen Kolonnaden erneuert, um weitere Wasserschäden zu verhindern. In den beiden Treppenräumen erfolgten Rohbauarbeiten, um den späteren Einbau eines öffentlichen WCs und der Pumpentechnik für das Wasserbecken vorzubereiten.
Viele Dresdner spendeten
Die Balustraden wurden demontiert und nun restauriert. Die Kapitelle (Stützenköpfe) der Säulen wurden demontiert und aufgearbeitet. Parallel dazu wächst die Unterstützung aus der Bürgerschaft: Seit Beginn der Spendenkampagne sind rund 150.000 Euro auf dem städtischen Spendenkonto eingegangen. Die Mittel sollen nächstes Jahr vor allem für neue Brunnentechnik und die Sanierung des Wasserbeckens eingesetzt werden, damit die historische Fontäne wieder in Betrieb gehen kann.
Baubürgermeister Stephan Kühn: „Ich danke allen Spenderinnen und Spendern für das große Engagement. Es zeigt, wie wichtig vielen das Römische Bad ist. Es ist toll zu sehen, dass es deutlich vorangeht. Eindrucksvoll wird sicherlich sein, wenn wir die Fontäne wieder sprudeln sehen können. Dafür brauchen wir noch weitere Spenden und Unterstützer. Auch dieses Jahr seine wieder Veranstaltungen und Aktionen zugunsten des historischen Kleinods geplant.
Weitere Gelder nötig
Insgesamt knapp 8 Millionen Euro wird die Fertigstellung des Bades kosten. Der erste Bauabschnitt (4,2 Mio. Euro) wird je zur Hälfte aus Fördermitteln von Freistaat und Bund sowie aus dem Stadthaushalt bezahlt. Für den Abschluss der Arbeiten am Römischen Bad fehlt derzeit das Geld und es läuft eine Spendenkampagne. Um die Arbeiten zu vollenden, müssen noch angrenzende Bereiche der denkmalgeschützten Parkanlage wiederhergestellt werden, darunter historische Wege mit Sandsteinrinnen sowie notwendige Nachpflanzungen. Das Rathaus ruft daher weiter zu Spenden auf. Zum Spendenkonto geht´s hier.




