- Auf dem Weg ins Landgericht Leipzig: Sänger Gil Ofarim (Mitte) bei dem Prozess gegen ihn in der Messestadt.
So reagiert Leipzigs Stadtsprecher auf die Entschuldigung von Gil Ofarim
Nachdem sich Sänger Gil Ofarim (43) im RTL-Dschungelcamp öffentlich bei der Stadt Leipzig für den Judenstern-Skandal entschuldigt hat, reagiert das Rathaus auf Nachfrage zurückhaltend. Sprecher Matthias Hasberg sagte, dass sowas „nicht einfach mit einer Entschuldigung abgetan“ sei.
Die Entschuldigung anzunehmen, sei „sehr, sehr, sehr schwer“. Denn zum Einen sei das damals kein Missverständis gewesen, sondern volle Absicht. Zum Anderen habe sich Ofarim eines Themas bedient, welches man für solche Zwecke einfach nicht missbrauchen dürfe. „Wir nehmen die Entschuldigung zur Kenntnis“, so Hasberg.
Darum geht´s
Ofarim hatte Anfang Oktober 2021 im Westin-Hotel behauptet, von einem Mitarbeiter antisemitisch beleidigt worden zu sein. Weil er seinen Judenstern öffentlich um den Hals getragen habe, soll der Mitarbeiter ihn extra nicht bedient haben, erklärte der Musiker damals unter Tränen in einem Instagram-Post. Der Betroffene sprach daraufhin von Verleumdung. Im späteren Prozess gab Ofarim schließlich zu, alles nur erfunden zu haben.
