- So soll es künftig neben dem Chemnitzer Tietz aussehen! 143 Wohnungen, Gewerberäume und ein grüner Stadtplatz sind geplant. Baustart ist Mitte November.
So sieht es bald neben dem Chemnitzer Tietz aus
Helle Fassaden, große Fenster, Balkone und mittendrin ein grüner Platz mit Bäumen und Sitzbänken. So soll es einmal neben dem Chemnitzer Kulturkaufhaus Tietz aussehen. Wo seit Jahren Bauzäune und eine riesige Brache das Stadtbild prägen, soll ein neues Wohnviertel entstehen. Jetzt gibt es tatsächlich einen Termin für den Baustart!
Mitte November sollen die Bauarbeiten für das Projekt „Moritz am Park“ zwischen Bahnhofstraße und Moritzstraße wieder aufgenommen werden. Das hat Baubürgermeister Thomas Kütter heute bekannt gegeben.
So soll das neue Wohnviertel aussehen
Das Bild des Projektentwicklers BPD zeigen mehrstöckige Wohnhäuser mit weißen Fassaden, zahlreichen Balkonen und großen Fenstern. Im Erdgeschoss sind Gewerberäume vorgesehen. Dazwischen soll ein begrünter Stadtplatz mit Sitzgelegenheiten entstehen.
Insgesamt sind 143 Wohnungen und sieben Gewerbeeinheiten an der Hermann-Fürstenheim-Straße geplant. Die Bauzeit soll zweieinhalb Jahre betragen. Damit könnten die ersten Bewohner Mitte 2029 einziehen.
Für Bürgermeister Thomas Kütter ist der Neustart ein „Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer Innenstadt“. Die Stadt hofft, dass das Vorhaben auch weitere Investoren anlockt.
Aus großen Plänen wurde eine lange Pause
Dabei sollte das Viertel längst Gestalt angenommen haben. Schon für Herbst 2023 war ein Baustart vorgesehen. Später wurde das Frühjahr 2024 genannt. Doch daraus wurde nichts. Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und die schwierige Lage auf dem Immobilienmarkt machten den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Selbst im Kulturhauptstadtjahr 2025 blieb die Lücke neben dem Tietz bestehen.
Ursprünglich waren für die Entwicklung der gesamten Neuen Johannisvorstadt rund 150 Millionen Euro veranschlagt worden. Wie hoch die aktuelle Investition allein für „Moritz am Park“ ausfällt, hat der Bauherr nicht mitgeteilt.
Auch das nächste Bauloch soll verschwinden
Und noch etwas soll sich ändern. Die benachbarte Baugrube an der Hospitalstraße wird mit der Erde aufgefüllt, die beim Bau des neuen Wohnquartiers ausgehoben wird. Anschließend soll dort der Bauzaun verschwinden. Das Grundstück bleibt zunächst unbebaut und kann später weiterentwickelt werden.
Projektentwickler BPD hält trotz der schwierigen Bedingungen an seinen Plänen fest. Projektentwicklungsleiter Benjamin Rehle betont, dass man Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen schaffen wolle. Nach Jahren des Stillstands gibt es damit wieder eine Perspektive für die Brache neben dem Tietz. Ob das neue Viertel tatsächlich so aussehen wird wie auf den Bildern, dürfte sich in den kommenden zweieinhalb Jahren zeigen.
