Sollen Leipziger Kleingartenanlagen Mülltonnen bekommen?
Zugemüllte Parkflächen, Wälder, Felder oder überquellende Papierkörbe sind für die Stadtreinigung in Leipzig keine Seltenheit. Auch Kleingärtner tragen offenbar dazu bei, weil es in den Gärten keine Tonnen gibt, die abgeholt werden.
Der Ortschaftsrat Lindenthal fordert deswegen in einem Antrag an den Stadtrat, u. a. dass die Kleingärten in die kommunale Abfallentsorgung der Stadtreinigung integriert werden sollen. Oberbürgermeister Jung solle für die mehr als 270 Gartenanlagen in der Stadt prüfen, ob und wie viele Gärten eine große Restmülltonne erhalten und welche anderen Tonnen noch aufgestellt werden können. Zudem solle auch geklärt werden, welche Rechte Kleingartennutzer beim Anschluss an die Abfallentsorgung erhalten würden - also ob z. B. Pressfahrzeuge anrücken oder die Wertstoffhöfe genutzt werden können. Damit will der Ortschaftsrat verhindern, dass Abfälle im Wald landen.
Auch das Umweltdezernat will einen entsprechenden Vorschlag im Stadtrat einreichen. Sollte die Prüfung ergeben, dass die Kleingärten an die Abfallentsorgung angeschlossen werden können, soll ein Vorschlag zur Umsetzung bis spätestens September 2026 im Stadtrat eingereicht werden.
