- Wohnhäuser an der Bautzener Allee in der Hoyerswerdaer Neustadt
Sorge um Hoyerswerdaer Neustadt - Einwohner befürchten Tabubruch
Mit einem Hilferuf haben sich Hoyerswerdaer an das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen gewandt. Sie sorgen sich um den WK 1 als Flächendenkmal und sehen „Gefahr im Verzug“. Grund: Zwei weitere Plattenbaublöcke sollen abgerissen werden. Der Wohnkomplex ist ein bauhistorischer Prototyp, er war konzipiert als Kiez in der Neustadt mit Läden, Gaststätten, Schule, Kitas, Grünanlagen und Dienstleistungsgewerbe.
Die Hoyerswerdaer Neustadt galt nach Eisenhüttenstadt als zweite sozialistische Planstadt. Im WK 1 wurden Prototypen des industriellen Wohnbaus errichtet. Das mache den Wohnkomplex höchst schutzwürdig, so die 47 Verfasser des Briefes an die Landesdenkmalpflege. Sie bitten um eine Überprüfung des Schutzstatus. Unterschrieben haben u.a. Mitglieder des Kulturbundes, der Gesellschaft für Heimatkunde und der Kulturfabrik Hoyerswerda.
Zugleich verweisen sie auf ein „Abriss-Tabu“, einen entsprechenden Stadtratsbeschluss von 2018. Schon 1985 sei der WK 1 auf die Denkmalschutzliste gesetzt worden.
