- Besonders drängt aktuell der Auszug aus dem Moritzhof. Der Standort muss in einem engen Zeitplan freigezogen werden. Deshalb verteilt die Stadt die Akten zunächst auf freie Lagerflächen der anderen drei Archivstandorte.
Stadt prüft elf Archiv-Standorte
Akten, Baupläne, alte Unterlagen. Wer in Chemnitz etwas aus dem Archiv braucht, braucht derzeit vor allem Geduld. Und das wird sich so schnell nicht ändern. Denn die Stadt sucht weiter nach einem neuen zentralen Standort für ein ZENTRALARCHIV.
Bis Ende Juni werden elf mögliche Objekte geprüft. Alle liegen höchstens fünf Kilometer vom Rathaus entfernt. Eine Entscheidung gibt es noch nicht. Die Angebote aus dem Markterkundungsverfahren werden derzeit ausgewertet.
Vier Standorte sollen zusammenziehen
Bisher ist das Archiv über mehrere Orte in Chemnitz verteilt. Dazu gehören die Aue 16, das Bauaktenarchiv an der Reichstraße 1a, der Moritzhof und das TIETZ. In zwei Lesesälen können Bürger Akten einsehen. Das soll sich ändern. Die Stadt will die bisher vier Archivstandorte zusammenlegen. Damit sollen Unterlagen, Anfragen und Arbeitsabläufe künftig besser gebündelt werden.
Moritzhof muss geräumt werden
Besonders drängt aktuell der Auszug aus dem Moritzhof. Der Standort muss in einem engen Zeitplan freigezogen werden. Deshalb verteilt die Stadt die Akten zunächst auf freie Lagerflächen der anderen drei Archivstandorte. Das hat Folgen für Besucher. Im Stadtarchiv kommt es derzeit zu Einschränkungen im Lesesaalbetrieb. Betroffen sind das Historische Archiv in der Aue 16 und das Bauaktenarchiv an der Reichstraße 1a.
Lange Wartezeiten für Termine
Wer Bauakten einsehen will, muss aktuell im Schnitt acht Wochen auf einen Termin warten. Diese Anfragen behandelt die Stadt weiter vorrangig. Noch schwieriger ist die Lage beim Historischen Stadtarchiv. Dort ist der Zugang bis zum Umzug aus dem Moritzhof aus personellen Gründen stark eingeschränkt. Die durchschnittliche Wartezeit beträgt deshalb zwölf Wochen. Das genaue Zeitfenster erhalten Interessierte erst mit ihrer individuellen Terminbuchung.
Mehr als alte Akten
Das Archiv ist längst mehr als ein Ort für alte Dokumente. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Aufgabenbereich deutlich verändert. Dazu gehören die Verwaltung des Bauaktenarchivs, die Digitale Agenda der Stadt, die elektronische Akte und die Unterstützung der Ämter beim Umzug ins Technische Rathaus am Friedensplatz. Jährlich nutzen durchschnittlich 830 Menschen die Lesesäle. Dazu beantwortet das Archiv rund 3.300 schriftliche Anfragen. Meist müssen dabei Datenschutzfragen geprüft und Dokumente zusammengestellt werden.
