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Stadträte: OB muss Festkultur zur Chefsache machen

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Das Thema Festkultur muss in Dresden zur Chefsache werden. Das fordert die FDP-Stadtratsfraktion. Der Hilferuf des Dixieland-Festivals sei der allerletzte Warnschuss, wettert Fraktionschef Holger Zastrow. Die Stadt könne nicht einfach weiter zusehen, wie eine Traditionsveranstaltung nach der anderen in Schieflage gerät.

„Alle Veranstalter haben infolge von Corona-Krise, massiv steigenden Kosten, Inflation und fehlendem Personal ohnehin mit multiplen Problemen zu kämpfen. Dass die Stadt sich mit ihrer ausufernden Bürokratie, der unerträglichen Gängelei, der Ignoranz gegenüber den Sorgen und Nöten der Veranstalter und dem Fehlen jeglichen Pragmatismus an die Spitze der Problemverursacher gesetzt hat, schockiert“, so Zastrow.

Auch die Linken fordern OB Hilbert zum schnellen Handeln auf. Die Verwaltung müsse mehr ermöglichen und weniger verhindern, erklärte Stadtrat Tilo Kießling. „Die Untätigkeit der Stadtspitze ist ein Unding, ich bin entsetzt“, sagt Kleißling. „Kostenlose Veranstaltungen, die hunderttausende für Dixieland begeisterten: Das prägt meine Stadt so lange ich denken kann. Wir müssen im Stadtrat kämpfen, damit diese Tradition nicht den gespitzten Bleistiften in den Rathausstuben zum Opfer fällt!“

Das Dixieland-Festival hatte am Mittwoch die Parade und die Jazzmeile für 2024 mit Blick auf schlechte Rahmenbedingungen und gestiegene Kosten abgesagt. Immer strengere und unangemessene Auflagen der städtischen Behörden machten die Durchführung von Veranstaltungen im öffentlichen Raum immer schwerer bis unmöglich. Dazu kann das Festival diese großen Ereignisse finanziell aufgrund deutlich gestiegener Kosten in allen Bereichen ohne Hilfe nicht mehr stemmen. Daraus müssten die Veranstalter die Konsequenzen ziehen. Damit droht dem Dixieland Festival, sein Herz zu verlieren.