- Zwischen den Brunnenbecken soll Grün entstehen, dazu zusätzlich Bäume gepflanzt
- Im Moment versucht die Polizei mit Präsenz dem Kriminalitätsschwerpunkt am Hauptbahnhof Herr zu werden
Stadtrat beschließt: Bahnhofsvorplatz soll grüner werden
Der Wiener Platz in Dresden ist Kriminalitätsschwerpunkt, aber auch das Tor zur City. Viele Touristen kommen hier an und laufen zuerst einmal durch eine Beton-Wüste - ohne Grün, ohne Bänke, wenig einladend. Doch das soll sich jetzt ändern. Der Stadtrat beschloss gestern Abend, den Bahnhofsvorplatz für insgesamt 3,5 Mio. Euro aufzuwerten.
Im ersten Schritt sollen ab dieses Jahr direkt vor der Bahnhofsfassade sieben große Bäume gepflanzt werden. Darunter sollen Bänke stehen und ein Trinkbrunnen. Statt des bisherigen Asphalts soll der Streifen entlang des Gebäudes nach der Pflanzung mit Natursteinen wieder geschlossen werden. Die Fläche soll später auch von Bahnhof-Gastronomen als Freifläche genutzt werden dürfen. Fahrräder dürfen weiter kreuz und quer vorm Bahnhofsgelände fahren, „ein eigeständiger, über die Platzfläche verlaufender Radweg ist nicht geplant“, so die Rathaus-Vorlage. Dieser Bauabschnitt kostet bereits 1,1 Mio. Euro, der hauptsächlich über Fördermitte gedeckt wird und bis 2028 abgeschlossen wird.
Das größer sichtbare Grün zwischen den Wasserbecken vorm Hauptbahnhof kommt nicht vor 2031. Die sanierungsbedürftigen Brunnen sollen perspektivisch ganz verschwinden und durch eingefasste Beete bzw. Rasenflächen ersetzt werden, um die herum dann Sitzgelegenheiten laufen. Dazu sollen 40 Fahrradbügel für Räder und E-Roller errichtet werden. Auch die Lichthöfe zur darunter liegenden Tiefgarage sollen idealerweise verschwinden, da sie eine Barriere zur Innenstadt bilden. Dafür gibt es aber noch keine Zustimmung der Tiefgaragen-Eigentümerin. Diese Arbeiten sollen aber erst bis zur Bundesgartenschau in Dresden, 2033, umgesetzt werden. Für die 2,4 Mio. Euro Kosten wird noch auf Fördermittel gehofft.
Weil mit der Umgestaltung des Wiener Platzes auch weiteren Straftaten vor Ort vorgebeugt werden soll, sein ein wichtiges Element: „Die Vermeidung von Angst- und Dunkelräumen durch eine übersichtliche Platzgestaltung sowie ausreichende Beleuchtung, die eine Gesichtserkennung möglich macht“, so das Rathaus-Papier.

