- Das Einkommen in Chemnitz ist 2024 gestiegen. Der Pro-Kopf-Verdienst liegt bei rund 41.600 Euro brutto. Doch die Durchschnittszahl wirft Fragen auf.
Verdienen Sie genug?
Das Einkommen in Chemnitz ist gestiegen. Im vergangenen Jahr lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verdienst bei rund 41.600 Euro brutto. Das sind rechnerisch etwa 3.400 Euro im Monat.
Da wird mancher in Chemnitz kurz auf seinen Lohnzettel schauen. Und sich fragen: Wer genau ist damit eigentlich gemeint?
Die Antwort ist: Es ist ein Durchschnitt. Keine Garantie. Kein Versprechen. Hohe Gehälter ziehen den Wert nach oben. Niedrigere Einkommen verschwinden in der großen Rechnung. Am Ende steht eine Zahl, die statistisch stimmt, sich aber nicht für jeden so anfühlt.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stieg der Pro-Kopf-Verdienst in Chemnitz um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit liegt die Stadt leicht über dem sächsischen Durchschnitt.
Dresden bleibt vorn
Sachsenweit lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verdienst 2024 bei 40.697 Euro brutto. Das waren 2.062 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Der Anstieg betrug 5,3 Prozent. Spitzenreiter bleibt Dresden. Dort lag der Wert bei 45.012 Euro brutto. Auch Leipzig und Chemnitz lagen über dem sächsischen Durchschnitt. Mehr schaffte sonst kein Kreis.
Wo das Geld verdient wird
Die Unterschiede haben viel mit den Branchen zu tun. Im Produzierenden Gewerbe werden in Sachsen deutlich höhere Einkommen gezahlt als in den Dienstleistungsbereichen. Besonders deutlich zeigt sich das in Dresden. Dort lag der Pro-Kopf-Verdienst in der Industrie bei 54.278 Euro. Auch im Dienstleistungssektor führte Dresden mit 43.271 Euro.
Erzgebirge und Görlitz liegen hinten
Am unteren Ende liegen der Erzgebirgskreis und der Landkreis Görlitz. Im Erzgebirge betrug der Pro-Kopf-Verdienst 35.816 Euro. In Görlitz waren es 36.370 Euro. In allen sächsischen Kreisen stiegen die Verdienste. Den stärksten Zuwachs gab es im Landkreis Leipzig. Dort legten die Einkommen um 2.443 Euro zu. Das entspricht 6,8 Prozent. Die Impulse kamen dort vor allem aus den Dienstleistungsbereichen. Auch das Produzierende Gewerbe und das Verarbeitende Gewerbe legten zu. Im Erzgebirgskreis fiel der Anstieg mit 1.678 Euro am geringsten aus. Dort entwickelte sich vor allem das Verarbeitende Gewerbe schwächer.
