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VVO streicht Züge rund um Dresden

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In der Region rund um Dresden drohen massive Einschnitte beim Zugangebot. Wegen stark gestiegener Infrastrukturpreise der Deutschen Bahn muss der Verkehrsverbund VVO in den kommenden Jahren Millionen Euro nachzahlen. 

Um Kosten zu sparen, wird geprüft, die Regionalbahn  zwischen Pirna, Neustadt und Sebnitz komplett einzustellen. Erste Fahrplankürzungen auf anderen Linien greifen bereits im Dezember. Auf der S3 entfällt zum Beispiel der Abschnitt zwischen Tharandt und Freiberg. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember wird auch die Regionalbahn RB 45 im Abschnitt Döbeln - Elsterwerda nur noch alle zwei Stunden fahren. 

Auf der S-Bahn S 1 (Meißen - Schöna) ist die Streichung der ursprünglich geplanten ganztätigen Verdichterzüge eine Handlungsoption; die aktuell in der Hauptverkehrszeit fahrenden zusätzlichen Züge der S 1 könnten zudem in den Ferien ausgesetzt werden. Die S-Bahn S 2 (Flughafen - Pirna) ist an Sonntagen weniger stark nachgefragt, so dass sie an diesen Tagen entfallen könnte. Der VVO spricht von einer „Verkehrswende im Rückwärtsgang“.

Hintergrund 

Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 19. März 2026 wurde die bisherige Trassenpreisbremse im Schienenpersonennahverkehr für nichtig erklärt. Die Bundesnetzagentur hat daraufhin die Genehmigungen für die Trassenpreissysteme der DB InfraGO AG aufgehoben und neue Verfahren eingeleitet. Für das Jahr 2026 bedeutet dies, dass die Preise, die eine S-Bahn oder ein Regionalzug je Kilometer für die Nutzung der Schiene zahlen müssen, um rund neun Prozent gestiegen sind. 

Auf den Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO) kommen damit deutliche Mehrkosten zu: Für das Jahr 2025 droht rückwirkend eine Nachzahlung in Höhe von 9,5 Mio. Euro. Im Jahr 2026 fallen 8,8 Mio. Euro Zusatzkosten für die Benutzung der Schieneninfrastruktur an. Für 2027 ist eine weitere Steigerung der Trassenentgelte um 7,8 % beantragt, so dass der Verband für die Folgejahre jeweils von einer Zusatzbelastung von mehr als 14 Mio. Euro ausgehen muss.