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Waggonbau Niesky: Droht dem Unternehmen nun das Aus?

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Die Zukunftschancen für den insolventen Waggonbau Niesky schwinden dahin. Für die Suche nach einem neuen Eigentümer bleibt nur noch wenig Zeit. Werde innerhalb der nächsten Wochen kein geeigneter Investor gefunden, müsse Insolvenzverwalter Franz-Ludwig-Danko den Betrieb des Unternehmens stilllegen, teilte seine Kanzlei mit.

Der Grund dafür: Das Unternehmen hat kaum noch Aufträge und erwirtschaftet nur geringe Einnahmen. Ein Weiterbetrieb ist aber nur dann zulässig, wenn keine weiteren Nachteile für die Gläubiger entstehen – also das Unternehmen kein Geld „verbrennt“. Genau das sei im Moment aber der Fall, so der Verwalter.

Aktuell würden Verhandlungen mit drei Unternehmen laufen, die nicht in der Branche tätig sind. Kommt keine kurzfristige Einigung zustande, ist eine Schließung des Standortes nicht mehr zu vermeiden, heißt es. „Aber so weit sind wir noch nicht“, schilderte der Insolvenzverwalter am Mittwoch in einem Schreiben an die Belegschaft. Wir geben nicht auf, so lange noch ein Fünkchen Hoffnung besteht, und kämpfen weiter um jeden einzelnen Arbeitsplatz.„

Der Waggonbau Niesky hatte am 5. Mai 2023 Insolvenzantrag gestellt.