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Waldbrand in Gohrischheide wieder entfacht - Katastrophen-Voralarm

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Der Waldrand in der  Gohrischheide südlich von Bad Liebenwerda an der sächsisch-brandenburgischen Grenze ist am Nachmittag wieder aufgelodert.  An einem der Wege, die das Brandgebiet abschlossen, sei das Feuer Richtung Norden übergesprungen, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr Zeithain der Deutschen Presse-Agentur. Der Brand sei jetzt wieder unter Kontrolle, dank Löschhubschrauber-Einsatz.

Das Landratsamt Meißen löste Katastrophen-Voralarm aus, nachdem das Feuer auf die Straße zwischen Nieska (Ortsteil von Gröditz)  und Lichtensee (Ortsteil von Wülknitz) übersprang und sich westlich ausbreitete. Es sei gelungen, einen Riegel aufzubauen und die Gefahr für den Gröditzer Ortsteil Spansberg zu bannen. Wegen des Wetters und des munitionsverseuchten Bodens sei es schwierig, den weiteren Verlauf der Entwicklung vorherzusagen. Das Brandgebiet befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Schießplatzes. Er wurde bis Anfang der 1990er Jahre genutzt und bislang nicht von Munition beräumt.

Eine gepanzerte Waldrückmaschine soll nun Schneisen schneiden. Sie ist zur Stunde auf dem Weg aus Gießen  in die Gohrischheide. „Die Feuerwehrleute können derzeit nicht dort rein, stehen am Rand fünf Meter entfernt auf den Wegen und warten, bis das Feuer ran ist“, so die Feuerwehrsprecherin. Auch die angekündigten Bundeswehrpanzer sollen bald da sein.

Wegen der Rauchentwicklung wurde die Einsatzleitung aus dem Wald nach Lichtensee verlegt. „Wir hoffen, dass der für die Nacht angekündigte Regen nicht wieder vorbeizieht und die Lage entspannt.“

Der Großbrand war vergangenen Donnerstag in der Gohrischheide ausgebrochen und hatte sich am Freitag in Richtung Mühlberg (Brandenburg) ausgeweitet. Zeitweise standen mehr als 800 Hektar in Flammen, davon etwa 500 Hektar auf sächsischer Seite. In der Spitze waren dort bis zu 160 Feuerwehrleute im Einsatz.(dpa/red)