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Weniger getötete oder verletzte Weidetiere durch Wölfe in Sachsen

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Die Zahl der durch Wölfe getöteten oder verletzten Weidetiere ist in Sachsen zurückgegangen. Im Vorjahr wurden landesweit 383 Weidetiere durch Wölfe angegriffen, wie das sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Donnerstag mitteilte. 2020 waren es noch 417 und im Jahr davor 547 Weidetiere, die von Wölfen verletzt oder getötet worden waren.

Ob sich dieser Trend fortsetzen werde, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bewertet werden, hieß es. Zum einen gehen die Experten davon aus, dass Wölfe in weitere Regionen Sachsens wie das Erzgebirge vordringen werden, zum anderen hat die Umsetzung der Herdenschutzmaßnahmen vor Ort einen großen Einfluss auf das Rissgeschehen.

Bei den Wolfsübergriffen waren im Vorjahr in 83 Prozent Schafe betroffen, gefolgt von Damwild (sieben Prozent), Ziegen (sechs Prozent), Rindern (drei Prozent) und Alpakas (ein Prozent). In 40 Prozent der Fälle waren die Vorgaben des Mindestschutzes nach Sächsischer Wolfsverordnung nicht eingehalten worden, teilte das Landesamt mit. Die betroffenen Koppeln waren nur mit Festzäunen ohne Stromführung gesichert, die keinen guten Schutz bieten. Empfohlen werden Elektrozäune und eine ausreichende Koppelgröße.

Regional betrachtet ereigneten sich die meisten Wolfsrisse im Landkreis Bautzen (53). Im Landkreis Görlitz wurden 20, im Landkreis Meißen 15 und im Landkreis Nordsachsen 14 Wolfsrisse registriert.

Der Freistaat hatte im Vorjahr rund 84 300 Euro Schadensausgleich an Tierhalter gezahlt und Herdenschutzmaßnahmen in Höhe von rund 661 100 Euro gefördert. ( dpa )