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  • Die Freiwillige Feuerwehr und die Nationalparkwacht löschen zum dritten Mal innerhalb von nur zweieinhalb Wochen eine illegale Feuerstelle im Nationalpark.

Wieder illegale Feuerstellen in der Sächsischen Schweiz

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Ein Jahr nach den verheerenden Waldbränden in der Sächsischen Schweiz sagen die Nationalparkverwaltungen Danke an alle Einsatzkräfte - und sprechen zugleich eine dringenden Apell aus. Das Feuerverbot soll unbedingt eingehalten werdem, heißt es. Denn zum Jahrestag wurde erneut eine qualmende Feuerstelle in den Schrammsteinen entdeckt. Dieses war nicht richtig abgelöscht worden und hatte im Untergrund weitergebrannt. Feuerwehrleute aus Hamburg, die zum Wandern vor Ort waren, rochen den Brand und konnten rechtzeitig Alarm schlagen.

Dabei handelte es sich um die mittlerweile dritte illegale Feuerstelle innerhalb von zweieinhalb Wochen. „Wir appellieren an alle Besucher der Schutzgebiete aber auch aller anderen Wälder, das Verbot, dort Feuer zu machen, zu rauchen oder Campingkocher zu betreiben einzuhalten. Verstöße werden wir konsequent verfolgen“, bekräftigten die beiden Nationalparkleiter der Sächsischen und Böhmischen Schweiz, Petr Kříž und Uwe Borrmeister, angesichts der Brandvorfälle.

Beide Nationalparkverwaltungen haben zahlreiche Maßnahmen ergriffen, damit eine Waldbrandkatastrophe wie im Sommer 2022 nicht wieder eintritt. So kontrollieren die Ranger der Nationalparkwacht auf beiden Seiten der Grenze verstärkt die Einhaltung des Feuerverbots, zeitweise mit Unterstützung der Polizei und zuletzt auch abgestimmt in einer großen grenzübergreifenden Aktion. Diese Maßnahmen sollen fortgesetzt werden.

Um die Feuerstellen schnell zu finden, wurden Drohnen beschafft. Mit neuen Löschrucksäcken sowie Waldbrandhacken können Mitarbeiter die Ausbreitung des Feuers bereits am Anfang und auch in unwegsamen Felsgebieten effektiver eingrenzen.

In der Zwischenzeit hat die Natur in den Nationalparks begonnen, sich die Waldbrandflächen wieder zurück zu erobern. An zahlreichen Orten, wo das Feuer wütete, bahnt sich das Grün wieder seinen Weg.