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Wolf „MT 15“ bei Zittau von zwei Rudelmitgliedern begleitet

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„MT 15“ gibt Forschern weiter Rätsel auf. Der  bei Zittau umherstreifende zutrauliche Wolfswelpe hat offenbar Begleiter. Aufnahmen von Fotofallen im Oberwald  - einem700 Hektar großen Gebiet zwischen Großhennersdorf und Schlegel -zeigen ihn mit zwei Rudelmitgliedern. Während diese beiden Tiere ein normales Wolfsverhalten zeigen, sucht „MT 15“ die Nähe von Menschen.  

Wolfsexperten sehen aber einen ersten Erfolg. „MT 15“ zeigt sich seltener in Menschennähe, und zwar seit er das Senderhalsband trägt. In den ersten Tagen habe er sich ausschließlich im Wald aufgehalten, bevor er wieder auf umliegenden Feldern aktiv war. Er suche wiederholt Orte auf, vermutlich Nahrungsplätze, so z.B. herabgefallenes Streuobst. Eine Erklärung für sein Verhalten haben die Wolfsexperten bislang nicht. 

Der Welpe soll weiter vergrämt, also verscheucht werden. Anhand der Senderdaten wird geprüft, ob er weiter die Nähe von Menschen sucht. Eine Entnahme, also der Abschuss, kommt nur als letztes Mittel infrage.