- Alkohol ist das größte Problem (Symbolbild).
Zahl der Süchtigen in Leipzig gestiegen - drei Drogen sind das Hauptproblem
Leipzigs zehn Drogenberatungsstellen schlagen Alarm: Die Zahl der Drogensüchtigen in der Stadt ist in den letzten Jahren offenbar stark gestiegen. Das legt der jetzt veröffentlichte Suchtbericht 2026 nahe. Er basiert auf Zahlen aus dem Jahr 2025.
Demnach sei die Zahl der in Anspruch genommenen Beratungen deutlich gestiegen - auf zuletzt 4282 Behandlungsfälle. Ein Indiz für den Anstieg von Süchtigen. Allein die bei der Jugenddrogenberatung seit 2023 um rund 22 Prozent (1767 Fälle).
Alkohol, Cannabis und Crystal werden am häufigsten konsumiert
Neben Cannabis werde für junge Menschen zunehmend auch exzessiver Medienkonsum, E-Zigaretten und Nikotinbeutel zum Problem, wie es heißt. Ganz vorn auf der Liste: Alkohol. Sie ist mit 1.498 Fällen (rund 40 Prozent) die häufigste Hauptdiagnose bei der ambulanten Suchthilfe. Danach folgen Cannabis und Crystal Meth mit jeweils 17 Prozent.
Werbung über soziale Medien ist zunehmend ein Problem
Die Polizeidirektion Leipzig hat laut dem Bericht im vergangenen Jahr (2025) insgesamt 185 Präventionsveranstaltungen organisiert und dabei unter anderem 2.756 Schüler erreicht. Problematisch sei vor allem auch die neuen Werbemaschen der Verkäufer bei E-Zigaretten und Nikotinbeuteln: „Die jugendaffine Vermarktung über soziale Medien trägt dazu bei, dass diese Produkte immer attraktiver werden“, heißt es.
Auch bei den Erwachsenen in Leipzig gebe es mehr Probleme: „Die Notschlafstellen für suchtkranke und wohnungslöse Menschen arbeiten weiterhin an der Kapazitätsgrenze. Vermittlungen in eigenen Wohnraum bleiben aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes äußerst schwierig.“
