- Chefärzte: Chefarzt und Ärztlicher Direktor Dr. Matthias Mengel, Chefarzt Dr. Uwe Liebscher, Chefarzt Dipl.-Med. Bernd Rehnisch, Chefarzt Dr. Kolja Reifenrath, Chefarzt MUDr. Radovan Novák, Chefarzt Dr. Holger Mattusch.Kommunalvertreter: Bürgermeister Michael Görke (Kottmar), Bürgermeister Markus Hallmann (Mittelherwigsdorf), Bürgermeisterin Mandy Gubsch (Seifhennersdorf), Bürgermeister Cornelius Stempel (Oderwitz), Bürgermeister Tobias Steiner (Oybin), Bürgermeister Markus Weise (Bernstadt a.d.E.), Bürgermeister Steffen Ain (Ebersbach-Neugersdorf), Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zittau).
Zittauer Chefärzte warnen Kreistag Görlitz vor „existenzbedrohenden Kaskaden“
Im Streit um die Zukunft des Krankenhausstandortes Ebersbach hat sich nun die ärztliche Leitung des Klinikums mit einer deutlichen Warnung zu Wort gemeldet. In einem Positionspapier erklären die Chefärzte,des Klinikums Oberlausitzer Bergland, dass eine Umkehr oder weitere Verzögerung der geplanten Strukturmaßnahmen das Ende für das gesamte Klinikum bedeuten würde.
Hintergrund der Debatte ist der Sonderkreistag am 29. April, der nach einem Notfallereignis auf Antrag der BSW-Fraktion einberufen wurde. Die Mediziner stellen dazu klar, dass die Versorgung der betroffenen Patientin fachlich einwandfrei erfolgt sei und die notfallmedizinische Versorgung im südlichen Landkreis auch weiterhin gesichert bleibe.
Aus Sicht der Experten ist die Konzentration der Akutmedizin am Standort Zittau alternativlos. Sie begründen dies mit einem massiven Fachkräftemangel sowie sinkenden Patientenzahlen aufgrund der demografischen Entwicklung. Zudem zwingen neue gesetzliche Qualitätsvorgaben das Klinikum dazu, Leistungen zu bündeln, da man anderenfalls die Abrechnungsgenehmigung für wichtige Behandlungen verlieren würde.
Die Chefärzte warnen den Kreistag ausdrücklich davor, die Reformen durch neue Gutachten auszubremsen. Dies würde existenzbedrohende Kaskaden auslösen und unter anderem die Zertifizierung als regionales Traumazentrum gefährden. Der Standort Ebersbach soll laut den Plänen der Klinikleitung nicht geschlossen, sondern zu einem modernen Zentrum für ambulante Operationen sowie Innere- und Palliativmedizin umgebaut werden.
