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Zoff um Dixieland-Parade: Stadt weist Vorwürfe zurück

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Die Dresdner Stadtverwaltung hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach sie an der Absage der Dixieland-Parade schuld sein soll. Man habe die Veranstalter von Anfang an unterstützt und bedauere die Entscheidung, sagte uns ein Rathaussprecher. 

„Unmittelbar nach Bekanntwerden der Absage ist der Oberbürgermeister persönlich auf den Verein zugegangen und hat die Verantwortlichen zu einem Auswertungsgespräch eingeladen. Natürlich ist die Stadtverwaltung bereit, die eigenen Prozesse selbstkritisch zu hinterfragen und zu optimieren“, heißt es aus dem Rathaus.

Rathaus spielt Ball zurück an die Veranstalter 

Der Vorwurf, dass die Stadtverwaltung acht Monate Zeit brauchte, um die nötigen Informationen zukommen zu lassen, sei schlichtweg unwahr: Anforderungen an Parade und Gesamtveranstaltung seien in mehreren Beratungen und durch unterschiedliche Bescheide mitgeteilt worden. „Die Verwaltung befindet sich immer vorher im Gespräch mit den Veranstaltern und kommuniziert Anforderungen an die Veranstaltung in diesen Gesprächen“, so der Sprecher weiter. 

Die Pläne der Organisatoren seien aber teilweise unvollständig gewesen und im Verlauf der Zeit auch geändert worden. Deshalb habe man immer wieder eine Prüfung vornehmen müssen. Für die beantragte Sondernutzung habe die Stadt Ende April und damit rechtzeitig die Genehmigung erteilt. 

Die Stadt habe die Veranstalter zudem bei der Absicherung gezielt unterstützt. „In diesem Jahr stehen dem Veranstalter die im Rahmen des Schutzes der Weihnachtsmärkte beschafften zusätzlichen Schutzelemente zur Verfügung“, erläutert der Rathaussprecher. „Dieser geschlossene Zufahrtsschutz ist für den Veranstalter kostenfrei und hat einen Wert von ca. 84.000 Euro. Darüber hinaus hat sich die Stadt bereit erklärt, auch die Hälfte der Logistikkosten zu übernehmen. Zusammen mit der kommunalen Kulturförderung in Höhe von 36.000 Euro ist das eine finanzielle Unterstützung von weit über 100.000 Euro.“